Die Vertreter des allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) haben sich auf ihrer Sitzung gegen den Sport mit Tieren ausgesprochen. Anlass war die anhaltende Debatte über die Auslegung der Förderrichtlinien, die bereits im vergangenen Jahr zu kontroversen Diskussionen geführt hat. Bereits damals sorgte der AStA mit einem impliziten Vorwurf der Tierquälerei gegenüber der studentischen Reitgruppe für einen Eklat. Während im letzten Jahr eine Förderung für den Reitsport nach den Richtlinien zumindest prinzipiell noch möglich gewesen wäre, droht dieser Passus nun sogar gänzlich gestrichen zu werden.

Dazu RCDS-Vorsitzender Niklas Howad: „Anstatt die Förderrichtlinien so auszulegen, dass Reitsport nicht mehr als Tierquälerei angesehen wird, hat man vor, einen Schritt weiter zu gehen und die Förderungsgrundlage für den gesamten Tiersport komplett zu streichen. Damit unterstellen die studentischen Vertreter indirekt, dass der Tiersport im Allgemeinen das Wohl des Tieres gefährdet. Gerade in einer Stadt, die historisch mit dem Reitsport verbunden ist und dies auch im Sportentwicklungsplan mit großer Mehrheit im Stadtrat verankert hat, ist eine solche Haltung mehr als nur traurig.“

Die Obfrau der studentischen Reitsportgruppe Gesa Schmucker zeigt sich gegenüber dieser Entwicklung entsetzt: „Ich finde es schade, dass der AStA trotz mehrfacher Angebote nach wie vor keine Möglichkeit sieht, sich vor Ort ein eigenes Bild von unserer Arbeit mit den Pferden zu machen. Wir repräsentieren die Universität auch erfolgreich auf der deutschen Hochschulmeisterschaft und richten jedes Jahr selbst ein Turnier aus. Es kann doch nicht sein, dass unser sportliches Engagement auf diese Art und Weise entwürdigt wird, und eine Förderung so noch weiter in die Ferne rückt.