In der Sitzung des Studierendenparlamentes vom 23.11. brachte die Fakultätskonferenz der Fakultät V, in welchem die Fachschaften der Fakultät organisiert sind, einen  Satzungsänderungsantrag ein. Dort sollten vor allem viele Regelungen und Ungenauigkeiten, welche die Arbeit des Gremiums erschwerten, behoben werden. Satzungsänderungen erfolgen in zwei getrennten, also in zwei aufeinander folgenden Sitzungen, daher sah die Fraktion des RCDS keine Schwierigkeiten darin, mögliche Unstimmigkeiten bis zur Sitzung im Dezember auszuräumen um dann die anstehenden Änderungen vorzunehmen.  Leider wollten die AStA-stellenden Listen OGH, UniDivers und Juso-HSG diesem Antrag nicht zustimmen, weil sie sich an der Öffnungsklausel störten, die der Fakultätskonferenz erlaubt hätte, auch außerhalb des Semesters Treffen einzuberufen und dort Entscheidungen zu fällen. Gerade in Anbetracht des anstehenden Mensa-Ausbaus in Wechloy und aus jahrelanger Fachschaftserfahrung sah die Konferenz dies als eine sinnvolle Ergänzung an. Die anderen Listen beanstandeten, dass eine solche Änderung für alle noch zu gründenden Fakultätskonferenzen gelten würde und eine existierende Konferenz eine solche Entscheidung nicht über alle anderen hinweg treffen dürfe. Statt jedoch eine Änderung einzubringen oder den einzigen strittigen Punkt streichen zu lassen, forderten sie den Antragssteller auf, den Antrag zurückzuziehen, damit er von der F3V neu eingebracht werden könnte. Unser Vorschlag, den Antrag zumindest in die zweite Lesung zu verschieben, zeitgleich eine Meinung der F3V einzuholen und die Änderung mit dem Rechtsreferat der Universität abzustimmen, blieb ungehört.

Daher zog der Antragssteller den Antrag nach einiger Überlegung und auf Drängen der AStA-stellenden Listen schließlich zurück. Das Fehlen eines Änderungsantrages seitens der anderen Listen lässt auch vermuten, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema überhaupt nicht gewünscht war. Der Vorsitzende der Fakultätskonferenz Alexander Raspe war sehr enttäuscht über die Entscheidung der AStA-Listen:
„Ich hatte zwar damit gerechnet, dass es strittige Punkte in der Satzungsänderung geben könnte. Durch die Aufforderung, den Antrag wieder zurückzuziehen, zeigen die betreffenden Listen jedoch, dass sie nicht bereit sind, die Fakultätskonferenz und damit die Repräsentation von einem Viertel der Studierenden ernst zu nehmen“.

Auch der Fraktionsvorsitzende und Senator Dirk Stalhut zeigte sich verärgert, schließlich ist die Fakultätskonferenz die bisher einzige ihrer Art in der Universität Oldenburg und diesen Fakt  könnte man schließlich nicht als Argument gegen den Antrag verwenden. Anschließend warf der AStA-Referent René Bloch dem RCDS „postfaktische Argumentation“ und „Populismus“ vor und behauptete, die Fraktion würde die Fakultätskonferenz „instrumentalisieren“. Diese Vorwürfe verdeutlichen die eigentliche Begründung für die Ablehnung der AStA-Listen, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Florian Hustede.

Wir unterstützen die wichtige Arbeit der Fachschaften und der Fakultätskonferenz der Fakultät V und werden auch weiterhin ihre Wünsche im höchsten Gremium der Studierendenschaft ernst nehmen. Wir sehen es als Aufgabe des Studierendenparlamentes, auch über solche Themen zu diskutieren und diese nicht in andere Gremien wie der F3V zu verschieben, um auf dieser Weise einer ernsthaften Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.